Die Multiple Sklerose (MS) ist eine entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems und nach der Epilepsie die zweithäufigste neurologische Erkrankung. Sie tritt meistens im frühen Erwachsenenalter auf , wobei Frauen zweimal mehr betroffen sind als Männer.
MS ist eine Autoimmunerkrankung, d.h. durch den Angriff körpereigener Abwehrzellen auf die Myelinscheiden der Nerven im Gehirn und teilweise auch im Rückenmark treten verstreut Entzündungen auf. Diese Enzündungsherde lassen nach Abklingen Narben (sog.Plaques) zurück, dadurch werden Nervenimpulse schlechter oder nicht mehr weitergeleitet. Je nach dem, wo die Signalübertragung gestört ist, ergeben sich unterschiedliche Symptome wie: Sehstörungen, Gefühlsstörungen (z.B. Kribbel- oder Taubheitsgefühl in Armen und Beinen), Gleichgewichts und Gangstörungen, Blasenstörungen, Kraftlosigkeit, Lähmungen ect.

MS führt nicht zwangsläufig zu schweren Behinderungen. 15 Jahre nach Erkrankungsbeginn sind (ohne Therapie) mindestens 50 % aller Patienten noch gehfähig. Multiple Sklerose ist nicht ansteckend und nur selten tödlich. Weniger als 10 % der MS-Patienten sterben an den direkten Folgen der Erkrankung oder deren Komplikationen.

Die MS ist bis heute noch nicht heilbar da die Ursache noch nicht genau bekannt ist, aber es gibt einige Medikamente und Therapien die den Verlauf bremsen und die Symptome mildern.

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