Am 11. März 2014 trafen wir uns mit der MS-Regionalgruppe Unterwallis in der „Alti Schiir“ im St. Josefsheim in Susten zu einem aufschlussreichen und interessantem Vortrag von Dr. Claude Vaney „Was gibt es Neues in der Behandlung von MS“. Auch heute gibt es trotz 30 jähriger Forschung keine Medikamente, die die MS heilen kann, doch gibt es Medikamente, die den Verlauf der MS verzögern. So kann man heute die Schubrate mit Medikamenten um 1/3 vermindern was man auch als Erfolg werten kann.
So gibt es neue Medikamente, die man auch oral eingenommen werden (Aubagio), anstelle der wöchentlichen Spritzen (Betaferon, Avonex, Rebif, Copaxone). Dr. Vaney hat auch bewusst betont, dass die häufige Physiotherapie den Allgemeinzustand und die Beweglichkeit stark fördert. Ein Lichtblick erhofft man sich auch in der Stammzellenforschung.
An Stelle der sehr teuren Medikamente wäre auch der Canabiskonsum (Hanf) ein ausgezeichnetes Mittel zur Verminderung der Spastik und auch der andern Beschwerden. Leider ist aber der Konsum immer noch verboten. Wohl gibt es synthetische Medikamente auf Canabisbasis (Dronabinol, Marinol, Sativex), die aber nur mit einer Spezialerlaubnis durch das Bundesamt für Gesundheit abgegeben werden, und zudem noch sehr teuer sind (10ml ca. CHF 4oo bis 500.-).
Gefreut hat uns auch der Besuch aus der MS-Zentrale in Zürich in der Person von Frau Therese Lüscher und Herrn Dr. Christoph Lotter.

Text: Klaus Walther

Dia-show

Fotos: Emmi Bodenmann